Große Aquarellausstellung
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Am 20. September 2003 fand in der Aula des BSZ1 Crednerstraße 1 die Vernissage mit dem Künstler Prof. Adolf Böhlich statt.

Hier der Artikel aus der LVZ vom 23. September 2003 

Farbfeuerwerke aus Meisterhand

Premiere im Berufsschulzentrum: Der Dresdner Kunstprofessor Adolf Böhlich präsentiert Aquarelle

Eine doppelte Premiere gab es am Sonnabend im Beruflichen Schulzentrum in der Leipziger Credner Straße 1. Noch nie hatte es dort eine Kunstausstellung mit Vernissage geben, und erstmals zeigt der Dresdner Adolf Böhlich seine Bilder in der Messestadt.

Eine Lehrerin holte ihren Lehrer an die Schule: Kunstlehrerin Katrin Lorwin studierte in. den achtziger Jahren beim Dresdner Kunstprofessor Adolf Böhlich - und wollte unbedingt einmal dessen Bilder an ihrem Beruf1ichen Schulzentrum präsentieren. Zusammen mit drei Schülern und einem weiterem Lehrer besuchte sie den 70-Jährigen und organisierte eine ungewöhnliche. Ausstellung. "Für uns ist es etwas ganz Neues", erklärte Schulleiter Bernd Kahl. "Bisher hatten wir nur Bilder aus unseren Kunstkursen gezeigt."

Jetzt hängen Aquarelle von Adolf Böhlich auf den Fluren und in der Aula -Farbfeuerwerke von unglaublicher Kraft. Für den früheren Kunstpädagogik-Professor ist es die erste Ausstellung in Leipzig, in Kürze wird es eine im japanischen Kobe geben.

Kein Zufall - Böhlich machte sich in der Vergangenheit auch als Autor kunstpädagogischer Bücher einen Namen, die fernöstliche Ausstellung wird im Zusammenhang mit der Übersetzung eines seiner Bücher ins Japanische organisiert. Eines der erfolgreichsten Werke ist "Mit Feder, Stift und Pinsel. Eine Anleitung für grafisches Gestalten", von dem bisher fünf Auflagen erschienen.

Der gelernte Elektromechaniker Adolf Böhlich kam 1951 über einen Mal- und Zeichenzirkel im Sachsenwerk Radeberg zur Kunst: Der Dresdner Grafiker Gerhard David machte ihm dort Mut für ein Kunststudium. Ursprünglich wollte Böhlich Maler oder Bildhauer werden - erlebte Unterrichtsstunden an einer Oberlausitzer Landschule beeindruckten ihn jedoch so stark, dass er schließlich Kunsterzieher wurde. Und das blieb Böhlich 42 Jahre lang, unter anderem als Dozent an der Dresdner Pädagogischen Hochschule und als Professor der Kunstpädagogik an der Technischen Universität der Elbestadt.

Seit 1998 ist er im Ruhe stand - und widmet sich nicht mehr der Theorie, sondern der Praxis. "Dafür habe ich jetzt endlich Zeit", erzählt Böhlich mit Blick auf sein Steckenpferd Aquarellmalerei, dem er sich täglich bis zu zehn Stunden widmet. Immer wieder zieht es ihn hinaus zum Malen in die Natur. Seine großen Lieben sind dabei Mecklenburg und die Gegend um Bad Gottleuba - Motive daraus finden sich auch in seiner Leipziger Ausstellung. Zwei Bilder werden auch nach deren Ende im Dezember vor Ort bleiben: Böhlich schenkte sie dem Beruflichen Schulzentrum. Nichts Ungewöhnliches für den Künstler: Zur Finanzierung von Hilfsprojekten im russischen Jekaterinburg stiftete er über60 seiner Werke. Interessenten können die Aquarelle im Beruflichen Schulzentrum, Credner Straße 1, montags bis freitags von 8 bis 15 Uhr besichtigen und auch kaufen. Nähere Informationen unter Telefon (0341) 4847921.

Bert Endruszeit

Der Dresdner Adolf Böhlich zeigt noch bis Dezember im Beruflichen Schulzentrum in der Credner Straße seine farbintensiven Aquarelle. Foto: Bert Endruszeit

letzte Aktualisierung 15. Oktober 2003